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29. Mai 2012  |   

Tabuthema mit großer Resonanz

Wer spricht schon gerne über Entleerungsstörungen, Beckenbodenschwäche, Inkontinenz, Hämorrhoiden, Analfisteln, Fissuren, künstlichen Darmausgang, chronisch-entzündliche Erkrankungen oder Tumorerkrankungen im Enddarm?  Dies alles sind Themen, mit denen sich Prof. Dr. Samir Said täglich in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Stiftungsklinikum Mittelrhein mit den Standorten Koblenz, Boppard und Nastätten, befasst - und er sprach darüber. Gemeinsam mit dem Leitenden Arzt in Nastätten, Dr. Zlatko Neckov, wollte er  betroffenen Patienten auch viele Fragen beantworten. Der Klinikdirektor zeigte sich nicht überrascht, dass das Thema Proktologie oder Koloproktologie (ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Dickdarms, Enddarms bzw. Mastdarms  und des Analkanals befasst) für so große Resonanz beim Medizindialog im Paulinenstift sorgte. „Viele Menschen haben mit derartigen Problemen zu tun und wir haben uns mittlerweile darauf spezialisiert.“ Dafür gab es auch kürzlich eine Auszeichnung. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, SKM in Koblenz, ist von mehreren deutschen Fachgesellschaften zu einem der ersten „Kompetenzzentren für Chirurgische Koloproktologie“  in Rheinland-Pfalz zertifiziert worden.   

Prof. Said beschrieb in seinem Vortrag eine große Anzahl von  Krankheitsbildern im Enddarmbereich. Der Spezialist aus dem Stiftungsklinikum Mittelrhein erläuterte deren Symptome und stellte eine Reihe von Untersuchungsmöglichkeiten vor. Er scheute sich auch nicht, die Behandlungen und Operationen mittels eindrucksvoller Bilder zu erklären. Immer wieder wies der Klinikdirektor daraufhin, wie wichtig dabei eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und Patient sei. Dies konnte auch Dr. Zlatko Neckov, der zusammen mit dem Oberarzt Wladimir Ischanka vor Ort in Nastätten behandelt, aus seiner reichhaltigen Erfahrung bestätigen. „Wir führen jährlich 150-200 (70% ambulant, 30% stationär)  Eingriffe in diesem Bereich durch und ebensoviele Enddarmspiegelungen“, so Dr. Neckov. „Das ist eine sehr sensible Thematik und wir tun alles, damit sich der Patient gut aufgehoben fühlt“. 


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Jutta Weber 

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