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14. September 2011  |   

Gelenkprothese befreit von Schmerzen

Monika Sobott hat nun ein künstliches Ellenbogengelenk. Die beiden Chefärzte Dr. Erol Gercek (Mitte) und Dr. Philipp Drees sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 

Monika Sobott hat an Lebensqualität zurückgewonnen. Der Grund dafür: Vor gut einem halben Jahr wurde der 71-jährigen Rheumatikerin im Stiftungsklinikum Mittelrhein eine Ellenbogengelenkprothese implantiert. „Nun kann ich meinen Arm wieder beugen, und vor allen Dingen habe ich keine Schmerzen mehr dabei“, sagt die Patientin bei einem Kontrollbesuch im Zentrum für Unfallchirurgie und Orthopädie am Evangelischen Stift.

Die beiden Chefärzte Dr. Philipp Drees, zu dessen Fachbereich auch die Rheumatologie zählt, und der Operateur von Monika Sobott, Dr. Erol Gercek, sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ein künstliches Ellenbogengelenk zu implantieren, gehört im Gegensatz zu anderen Gelenken, etwa dem Hüftgelenk, nicht zu den Standardeingriffen der Kliniken. In Deutschland erfolgt das pro Jahr nur etwa 300-mal. Das liegt zum einen daran, dass Schäden oder krankhafte Veränderungen am Ellenbogen relativ selten sind, zum anderen ist die Operation an diesem komplizierten Gelenk schwierig. Im ersten Halbjahr 2011 wurden im Stiftungsklinikum bereits sieben Ellenbogenprothesen eingesetzt, bis Jahresende werden es wohl 15 sein, das sind etwa 5 Prozent der Implantationen deutschlandweit.

Von diesen künstlichen Gelenken profitieren vor allem zwei Gruppen: Rheumapatienten und Patienten, die unter einer Arthrose oder einer Verletzung des Ellenbogens leiden. „Wir erhalten bei diesen Prothesen sehr gute Ergebnisse, sodass in der Regel eine weitgehende Schmerzfreiheit bei guter Gelenkfunktion erzielt werden kann. Der Ellenbogen kann wieder bewegt werden“, sagt Gercek. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel circa 14 Tage, meist wird eine stationäre Rehabilitation angeschlossen. Auch ist nach der Operation eine Physiotherapie zur Wiederherstellung der muskulären Kraft sinnvoll.
Für Monika Sobott, die in Kelsterbach im Taunus lebt, ist das neue Ellenbogengelenk ein Segen. Und sie kann es wohl beurteilen, denn durch ihre Rheumaerkrankung hat sie im Laufe ihres Lebens schon zwölf Operationen durchstehen müssen. „Endlich kann ich wieder Dinge tun, die für mich äußerst wichtig sind, zum Beispiel all das, was mit der täglichen körperlichen Hygiene zu tun hat“, freut sie sich, „und das Wichtigste ist, ich kann den Arm schmerzfrei bewegen.“


Pressekontakt
Jutta Weber 

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