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13. September 2011  |   

Unheilbar Kranke optimal betreuen

David Brenner stellte seine Klangtherapie vor. Foto: Winfried Ott

 

Welche Bedeutung die gerade ins Krankenhaus umgesiedelte Palliativstation über das Blaue Ländchen hinaus hat, zeigte der gute Besuch des nunmehr vierten Forums „Palliativmedizin“. Im großen Saal des Bürgerhauses begrüßte Dr. Thomas Rösel als Leitender Arzt dieser Station im interessierten Publikum zahlreiche Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte.


Als Schirmherr betonte Bürgermeister Emil Werner, die Stadt habe gern ihre „gute Stube“ zur Verfügung gestellt für das Krankenhaus als größten Arbeitgeber der Blaufärberstadt. Eine Palliativstation gebe es nur auf je 100 000 Einwohner, und die Einrichtung in Nastätten habe sich bereits einen ausgezeichneten Ruf erworben.


Den Patienten soll möglichst viel Lebensqualität erhalten bleiben
Wie Dr. Rösel erläuterte, ist die Station aus dem Altenheim in den Neubautrakt des Krankenhauses umgezogen, wo eine ärztliche Versorgung rund um die Uhr gewährleistet sei. Medizinische und psychosoziale Kompetenz seien gleichermaßen gefragt in einer Abteilung, die unheilbar Kranke und ihre Angehörigen in Teamarbeit mit ganzheitlichem Ansatz optimal zu betreuen versucht.


Im Gegensatz zu einer Hospizversorgung Sterbender gehe es hier um die Erhaltung von möglichst viel Lebensqualität, auch nach der Entlassung nach Hause oder in ein Heim. Die symptomorientierte Betreuung setze ein enges Zusammenwirken mit Hausärzten und sozialen Diensten, aber auch mit Angehörigen und Seelsorgern voraus.
Fachärztin Dr. Anne Schröter ist Stationsärztin der Palliativstation. Als Voraussetzungen für eine palliative Komplexbehandlung nannte sie eine wohnliche Atmosphäre, die standardisierte Erfassung aller individuellen Probleme des Patienten, einen speziellen Behandlungsplan und ein abgestimmtes Zusammenwirken aller mit der Therapie befassten Kräfte.
Vibrationen von Klangschalen bewirken therapeutische Effekte
Fachkrankenschwester Marliese Allner informierte umfassend über die Besonderheiten einer Palliativpflege, die auf Patientenwünsche in besonderer Weise eingeht, Beschwerden zu lindern und die Mobilität zu erhalten versucht. In fast drei Jahren in Nastätten habe man einen guten Ruf erworben, und die Dankbarkeit der Patienten und Angehörigen sei immer wieder Ansporn.
Die besonderen Angebote der Nastättener Palliativstation stellte Pflegedienstleiter David Brenner als Klangpraktiker und Aromatherapeut anschaulich vor. Der Einsatz ätherischer Öle, eine Raumbeduftung, Waschungen, Wickel und Auflagen vermögen das Wohlbefinden ebenso zu steigern wie Massagen mit asiatischen Klangschalen, die durch Vibrationen auch die hormonelle Ebene beeinflussen und so therapeutische Effekte erzielen.

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung vom 13.9.2011


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Jutta Weber 

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