Ein schwerverletzter Patient wird in eine Klinik eingeliefert. Es zählt jede Sekunde. Ärzte, Pflege- und OP-Personal, Radiologie, Labor – eine Vielzahl von Berufsgruppen der Klinik müssen da kompetent zusammenarbeiten, um in kürzester Zeit die bestmögliche Versorgung des Unfallopfers zu garantieren. Das Stiftungsklinikum Mittelrhein in Koblenz hat kürzlich als eines der ersten Krankenhäuser der Region die Annerkennung als regionales Traumazentrum zur Behandlung von Schwerverletzten erhalten.
Priv. Doz. Dr. Erol Gercek, einer der beiden Direktoren des Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie am SKM, betont die Bedeutung der Anerkennung, das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie vergeben wurde: „Das Stift ist seit vielen Jahren eine der führenden Unfallkliniken der Region. Aber es gibt immer etwas zu verbessern. Dem haben wir Rechnung getragen und unsere Standards verbessert.“ Die rote Linie, die seit einigen Tagen durch das Erdgeschoss des Stiftungsklinikums führt und auswärtigen Rettungsdiensten den Weg vom Hubschrauberlandeplatz oder von der Anfahrt der Rettungswagen aus zum Schockraum weist, ist nur ein kleiner sichtbarer Teil des modernisierten Versorgungskonzeptes. Im neu geschaffenen Schockraum erwartet ein fachkompetentes Ärzteteam den Schwerverletzten, um ihn so schnell wie möglich in einem der sieben hochmodernen Operationssäle zu versorgen. Dazu Ulf Komp, Notarzt und Oberarzt der Anästhesie am SKM: „Ich habe alle Mitglieder des Schockraumteams nach den Kriterien modernster ATLS-Algorithmen (neuester Behandlungsrichtlinien) ausgebildet. Die Versorgung schwerverletzter Patienten erfolgt in unserem Hause auf besonders hohem Niveau.“ Zusätzlich wurden die Verbindungswege zu Radiologie, Labor, OP und anderen Abteilungen optimiert, um für die noch schnellere und reibungslosere Zusammenarbeit zu sorgen. „Wir hoffen nun, nachdem wir als eines der ersten Krankenhäuser der Region als regionales Traumazentrum anerkannt sind, dass bald andere Kliniken aus dem Umkreis folgen,” sagt Dr. Gercek, denn „wir sind vorbereitet ein Teil des noch zu schaffenden DGU TraumaNetzwerkes Mittelrhein zu sein, was jedoch nur mit anderen anerkannten Kliniken gelingt.”