Was erwartet die Patienten der niedergelassenen Ärzte, wenn diese ihnen empfehlen, sich im Paulinenstift in Nastätten behandeln zu lassen?“ Diese Frage wurde den Ärzten und Mitarbeiterinnen aus den Praxen im Umkreis von Nastätten bei einem Informationsmittag beantwortet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Gemeinsam (Kennen-) Lernen – optimale Patientenversorgung“.
„In Zukunft wissen Sie, welche Person am Telefon sitzt, wenn Sie mit dem Krankenhaus telefonieren. Sie werden eine Vorstellung davon bekommen, was mit Ihren Patienten hier bei uns in Nastätten geschieht und welche Mittel zur Verfügung stehen, damit Ihre Patienten optimal versorgt werden“, sagte Chefarzt Dr. Ralf Chlebusch den zwei Dutzend Gästen, als er sie im Foyer des Krankenhauses begrüßte. Bei einer Führung durch das Klinikgebäude erfuhren die Praxisteams nun, wie das neue Haus in Nastätten jetzt aussieht und was dort wo, wie und mit welchen technischen Hilfsmitteln mit den Patienten geschieht. Die Klinikmitarbeiter stellten ihnen die Fachrichtungen Chirurgie; Innere Medizin und Gynäkologie und Geburtshilfe vor und zeigten ihnen eine der neugebauten Stationen und den neuen OP-Trakt. Die Ärzte der Klinik erklärten die Funktionen der Abteilungen mit ihren medizinisch-technischen und sonstigen Einrichtungen und die stellten die Behandlungsmöglichkeiten vor. Sie erläuterten, wie die Klinikkernbereiche miteinander vernetzt sind und wie Aufgaben und Tätigkeiten aufeinander abgestimmt werden. Ausgefeilte Planung, Koordination und Vernetzung – diese Stichworte tauchten immer wieder auf, wenn es im Gespräch zwischen den Gastgebern und den wissbegierigen Gästen um die Versorgung und Betreuung der Patienten und auch um die internen Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und dem Krankenhaus-Pflegeteam ging.
Die Ärzte und die Damen des Pflegepersonals erläuterten am Bespiel von OP, Station und Ambulanzen die Vorteile dieser Vernetzung und deren Synergiewirkungen. „Ja, selbstverständlich ist im Krankenhaus Rationalisierung erforderlich. Es ist in Deutschland schwierig geworden, Assistenzärzte zu gewinnen und zu halten. Auch sind sie für statistische Tätigkeiten zu teuer. Dank neuer Technik werden diese Tätigkeiten im OP sowie die aufwändige Diagnostik durch moderne Geräte erleichtert. Auch wird damit Zeit gespart“, sagte Dr. Zlatko Neckov und betonte, wie sehr dies zur Fehlerminimierung und zur Patientensicherheit beiträgt. Die fachkundigen Gäste waren beeindruckt.
„Man wünscht sich einen solchen Arbeitsplatz“, sagte Evi Neumann aus Bettendorf, die als Arzthelferin bei einem Orthopäden in Nastätten arbeitet und sonst mit ihrer Arbeitsstelle und deren Einrichtungen zufrieden ist, „die neue Technik ist fantastisch.“ Eine andere Dame meinte: „Es hat mich beeindruckt, wie viel für die Patientensicherheit getan wird. Manches wird nicht nur doppelt geprüft, sondern sogar dreifach. Ich finde es sehr der Sicherheit dienlich, wenn die Sicherheitsvorsorgen von vornherein in den Arbeitsabläufen eingeplant sind und dann auch Schritt für Schritt abgehakt werden.“ Alle fanden es gut, dass die Nastätter Klinik den Kontakt zwischen den Ärzten und dem Pflegepersonal des Klinikums einerseits und den Praxisteams andererseits pflegt, deren Wünsche erfragt und durch Fragebögen ermittelt, zudem Weiterbildung anbietet und für Anregungen und Ideen offen ist.