Kontakt | Impressum | Datenschutz | Sitemap | Spenden | English

12. März 2011  |   

5. Sportmedizinisches Forum Rhein-Lahn

Mit künstlichen Knie-, Hüft- oder Schultergelenken kann man – in der Regel mit Einschränkungen – sehr wohl Sport treiben. Das nunmehr fünfte „Sportmedizinische Forum Rhein-Lahn“ in Nastätten bewirkte, dass das Bürgerhaus erneut zum Mekka für Übungsleiter, Trainer, Sportler und Ärzte wurde, die dieser aktuellen Thematik in Theorie und Praxis auf den Grund gehen wollten.

Träger der Großveranstaltung waren der Rhein-Lahn-Kreis, Stadt und Verbandsgemeinde Nastätten, der Turnverband Mittelrhein, der Sportkreis Rhein-Lahn und das Stiftungsklinikum Mittelrhein, dessen Chefchirurg Dr. Ralf Chlebusch wieder die Leitung übernommen hatte. Als Schirmherr begrüßte Innenminister Karl Peter Bruch eine „Riege von Prominenten und Aktiven“. Landesweit gebe es nur sehr wenige Veranstaltungen dieser Qualität. Dass sich die leitenden Chirurgen des Nastättener Krankenhauses alljährlich so einbringen, hebe die Bedeutung des Hauses für die Region. „Sport mit künstlichen Gelenken“ war diesmal das Generalthema der sportmedizinischen Fach- und Weiterbildung. Sehr informativ führte der leitende Arzt Bernd Lohmann mit einer Auflistung der Ursachen für Gelenkveränderungen durch altersbedingten Verschleiß wie durch Verletzungen der empfindlichen Knorpelschicht ein. Entzündungen führen zu Schmerzen, doch ehe der Chirurg zum künstlichen Gelenk greife, werde er die neuesten biologischen Mittel ausschöpfen. Dr. Chlebusch eröffnete die Fachvorträge mit seinen Ausführungen über Hüft-Endoprothesen. In einer digitalen Animation zeigte er eine Hüftoperation und legte anschließend ein komplexes Nachbehandlungskonzept vor.

Oberarzt Dr. Zlatko Neckov widmete seine Ausführungen der ganz besonders problematischen Schulterprothetik. Hier sei eine spätere Sportausübung mit dem Oberkörper in der Regel nur eingeschränkt und unter besonderer Berücksichtigung der Unfallgefahr sinnvoll. Chlebusch schließlich befasste sich in einem zweiten Vortrag mit der Knieprothetik, die nicht zwangsläufig mit einem Verzicht auf sportliche Aktivitäten verbunden sei. Sehr aufmerksam verfolgte das Auditorium die Ausführungen von Michael Brunner, der in Garmisch-Partenkirchen eine Schule mit mehr als zweihundert Skilehrern leitet. Das Besondere an diesem 46-jährigen Skiass der Spitzenklasse: Nach einem schweren Sturz vor mehr als 25 Jahren begann für ihn ein Leidensweg durch fortschreitende Arthrose. Mit zwei Hüftprothesen fühlt er sich heute – nach entsprechendem Training und durch Schmerzen hochsensibilisiert – leistungsfähiger als zuvor. Die endlich erreichte Schmerzfreiheit habe seine Lebensqualität deutlich gesteigert, doch bleibe „Eigentraining“ eine wichtige Sache.

Später nahmen die Gäste an fünf Workshops teil, um unter Anleitung von „Rehafit-Instruktoren“ Sport, Spiele und Wassergymnastik zu treiben. Eine kurze Podiumsdiskussion im Plenum und die Ausgabe der Teilnahmezertifikate beschlossen das fünfte sportmedizinische Forum.

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung, 14.3.2011

Hier erhalten Sie die Vorträge des Sportforums als pdf zum download:


Pressekontakt
Jutta Weber 

Jutta Weber 

Pressekontakt
Telefon: 0261 137-1685
Telefax: 0261 137-1354
presse@stiftungsklinikum.de