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29. Oktober 2010  |   

Wohnstift Belgrano stellt sich Senioren vor

Auf dem Baustellenfest konnten sich die künftigen Bewohner der Einrichtung in Boppard schon einmal vor Ort über ihr neues Zuhause informieren. Fast ein Jahr ist seit dem ersten Spatenstich für das neue Bopparder Seniorenheim vergangen.

Auf der Baustelle des Bopparder Seniorenheims ist schon gefeiert worden. Nachbarn und künftige Bewohner erhielten dabei einen ersten Vorgeschmack auf den Wohnstift zum Heiligen Geist Belgrano. Aber auch viele Bürger waren gekommen, um sich in dem neuen Seniorenheim am Bopparder Rheinufer umzuschauen. Hintergrund: Da viele Neugierige die Baustelle zuvor widerrechtlich betreten hatten, waren die Verantwortlichen kurzerhand auf die Idee gekommen, über das Projekt zu informieren. Und so entschlossen sie sich an einem Nachmittag, ein Musterzimmer samt Toilette zugänglich zu machen. Der große Andrang gab ihnen recht. Künftig werden im neuen Gebäude 100 ältere Menschen ein neues Zuhause finden. Sie werden ausschließlich in Einzelzimmern untergebracht.

Der Neubau wurde notwendig, um auf die neuesten Entwicklungen in der Seniorenhilfe zu reagieren. Ziel der Planer ist es, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu erhalten sowie Wünsche und Gewohnheiten der Bewohner individuell zu berücksichtigen. Deshalb werden kleine, familienorientierte Wohngruppen in dem neuen Gebäude inmitten einer tollen Parkanlage eingerichtet. Kernstück jeder Einheit sind Küchen und Wohnzimmer. Damit die älteren Menschen die heißen Sommer besser ertragen, wurde das zweigeschossige Wohngebäude in Passivbauweise errichtet.

Das Mittagessen wird nicht auf Tabletts aus der Großküche des Stiftungsklinikums Mittelrhein serviert: Die Senioren bedienen sich aus Schüsseln auf dem Tisch – fast wie zu Hause. Auch das Personal wird nicht mehr in Schwesterntracht unterwegs sein.

So einiges wird sich mit dem Umzug im Frühjahr ändern. Das wird eine große Herausforderung für Personal und Bewohner. Aus diesem Grund wurden Vereine und Nachbarschaften in Boppard um tatkräftige Unterstützung gebeten. In Form von Patenschaften übernehmen sie das Ein- und Auspacken der persönlichen Gegenstände. Sie werden auch die Möbel transportieren, während Angehörige oder Betreuer den älteren Menschen die Hand halten. „Das ist ein belastendes Ereignis für die Senioren. Ohne Angst sollen die 100 Senioren an einem Tag umziehen“, sagt Altenhilfe-Leiterin Doris Seis. Eine echte logistische Herausforderung, bei der helfende Hände in der zweiten Reihe benötigt würden, um Koffer zu tragen, Schränke abzubauen oder Kleider aufzuhängen. Die Vorbereitung für jeden einzelnen Bewohner solle in Absprache mit dem Personal, den Angehörigen und den Paten stattfinden.

Suzanne Breitbach


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Jutta Weber 

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