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11. Oktober 2010  |   

Neue Klinikdirektoren kommen von der Uniklinik Mainz

Das Stiftungsklinikum Mittelrhein mit seinen drei Standorten Koblenz, Boppard und Nastätten hat sein bisheriges unfallchirurgisches und orthopädisches Angebot neu organisiert. Ein Schwerpunkt dabei ist, dass die Leitung dieses „Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie“ seit dem 1. Oktober 2010 nun von zwei Klinikdirektoren wahrgenommen wird. Privatdozent Dr. med. Philipp Drees (2.v.l.) und Privatdozent Dr. med. Erol Gercek (3.v.l.) kommen von der Universitätsklinik in Mainz. Für den Standort Koblenz wurden die beiden Ärzte zu Chefärzten berufen. Für die Standorte Nastätten und Boppard werden die Kollegen vom Chefarzt Dr. Ralf Chlebusch und Leitenden Arzt Dr. Charles Mathonet unterstützt.

 

Zu einer Begrüßungsfeier für die beiden neuen Mediziner hatten sich weit über 200 Gäste im Evang. Stift in Koblenz versammelt. Darunter waren neben zahlreichen Mitarbeitenden aus dem Stiftungsklinikum auch viele niedergelassene Ärzte und Vertreter der benachbarten Krankenhäuser. Geschäftsführer Dr. Johann Paula umriss zu Beginn die Entscheidung, das unfallchirurgische und orthopädische Zentrum mit einer Doppelspitze als Leitung zu besetzen. Zum einen wolle man damit bestmögliche Voraussetzungen für planbare Operationen im Bereich der Orthopädie als auch in der Akutversorgung in der Unfallchirurgie schaffen. Zum anderen seien die beiden Fachgebiete, die früher wenig miteinander zu tun hatten, in den letzten Jahren so eng zusammengewachsen, dass auch die Weiterbildung der Ärzte davon stark berührt ist. So gebe es z. B. seit 2006 in Rheinland-Pfalz nur noch den „Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie“. Durch die neue Doppelspitze habe man für die Weiterbildung der Ärzte am Stiftungsklinikum den Vorgaben der Weiterbildungsordnung Rechnung getragen.

Auch die beiden ehemaligen Chefs von Dr. Gercek und Dr. Drees, die Professoren Dr. Rommens und Dr. Kurth von der Universitätsklinik in Mainz, hatten es sich nicht nehmen lassen, ihre ehemaligen leitenden Mitarbeiter zu verabschieden. „Auf der einen Seite sind wir ein wenig traurig, auf der anderen aber auch stolz,“ so Prof. Rommens. „Wir verlieren zwei hervorragende Kräfte, aber da das Stiftungsklinikum Mittelrhein akademisches Lehrkrankenhaus unserer Universität ist, ist ja durch den Wechsel der beiden Ärzte die rein formale Verbindung auch mit Leben erfüllt,“ so Prof. Rommens. Prof. Kurth bemühte den Fußball in seiner Rede und – wen wundert‘s – natürlich Mainz 05. „Die beiden sind absolut teamfähig und hervorragende Spielgestalter. Und so, wie es den Mainzern gehen wird, dass sie ihre guten Spieler auf Dauer nicht halten können, so ist es uns jetzt schon ergangen,“ schmunzelte er.

Mit medizinischen Vorträgen über ihr jeweiliges Fachgebiet stellten sich die beiden neuen Klinikdirektoren vor. Dr. Erol Gercek referierte zum Thema „Unfallchirurgie im Wandel der Zeit“ und Dr. Philipp Drees zum Thema „Von der Orthopädie zu Orthogeriatrie?“.

Dr. Drees, 41, ist Facharzt für Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung spezielle orthopädische Chirurgie und orthopädische Rheumatologie. Der gebürtige Stuttgarter hat in Mainz und Frankfurt studiert und seine Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie 2004, die für Rheumatologie 2005 an der Universitätsklinik in Mainz abgeschlossen. Dort war er seit 2005 stellvertretender Klinikdirektor und Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Dr. Gercek, 43, kommt aus Kamen in Westfalen und hat in Essen studiert, dort drei Jahre als Assistenzarzt gearbeitet, ehe er 1997 an die Universitätsklinik nach Mainz wechselte. 2000 wurde er Facharzt für Chirurgie, 2003 erwarb er die Zusatzbezeichnung spezielle Unfallchirurgie; seit 2009 ist er Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dr. Gercek, der zuletzt als stellvertretender Leitender Oberarzt arbeitete, ist verheiratet und hat vier Kinder.

Die beiden Neuen betonten, dass sie im Stiftungsklinikum „gut angekommen“ seien – in jeder Beziehung und sie sich auf ihre Arbeit freuen. Dabei sei es wichtig, abteilungsübergreifend zum Wohle der Patienten vernetzt mit allen Fachrichtungen zusammen zu arbeiten.

 

Auf dem Foto: Privatdozent Dr. Philipp Drees (2.v.l.) und Privatdozent Dr. Erol Gercek (3.v.l.). Die Geschäftsführer Lutz Hecht (links) und Dr. Johann Paula (rechts) freuten sich mit ihnen über den gelungenen Start.


Pressekontakt
Jutta Weber 

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