Auch Koblenz hat jetzt eine "Ständige Einrichtung" der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Um die Überlebenschancen für Leukämiepatienten zu verbessern, bietet das Stiftungsklinikum Mittelrhein jetzt in Kooperation mit der DKMS einen neuen Service an: Interessenten können sich als Stammzellspender registrieren lassen, um an Leukämie-Kranken zu helfen.
Bereits mehr als zwei Millionen Menschen haben sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen. Sie ist die weltweit größte Datei und vermittelt täglich etwa zehn Spender. Seit Gründung der Datei im Jahr 1991 konnten bereits mehr als 19 500 DKMS-Spender einem Patienten die Chance auf Überleben geben. Dennoch kann noch immer für jeden fünften Patienten, der auf eine Stammzellspende angewiesen ist, kein geeigneter Spender gefunden werden. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer sind die Überlebenschancen für Leukämiepatienten.
Ab sofort können sich Interessierte montags bis freitags zwischen 9 und 15 Uhr in der Onkologischen Tagesklinik im siebten Stock des Stiftungsklinikums in der Johannes-Müller-Straße 7 in Koblenz als Stammzellspender registrieren und mit Abgabe einer Blutprobe ihre Gewebemerkmale typisieren lassen. Ansprechpartner ist der Klinikdirektor des Zentrums für Innere Medizin, Prof. Dr. Ralph Naumann, Telefon 0261/137 19 41.
Jeder im Alter zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist, kann sich in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Eine Typisierung in einer Ständigen Einrichtung ist ansonsten erst in Köln oder Kaiserslautern möglich.