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30. März 2010  |   

Gute Basis für Gesundheit

Ein Neubau des "Seniorenhauses zum Heiligen Geist Boppard" entsteht derzeit im Garten der Einrichtung. Zur Grundsteinlegung hatte das Stiftungsklinikum Bewohner, Mitarbeiter und Bauunternehmer eingeladen.

Mit einem Zitat aus der Bergpredigt begann Geschäftsführer und Ärztlicher Vorstand des Stiftungsklinikums Dr. Johann Paula die Grundsteinlegung des Seniorenzentrums an der Villa Belgrano. Nach dem Spatenstich am 1. Dezember 2009 sei nun der zweite Meilenstein beim Bau der neuen Senioreneinrichtung erreicht. "Auch in schweren Zeiten wollen wir am Projekt festhalten mit den zeitlichen und finanziellen Vorgaben, um das Bauziel sicher und im guten Miteinander zu erreichen," unterstrich Dr. Paula.

Die Segnung des Grundsteins und der Einzelteile, die an den besonderen Tag der Einrichtung erinnern sollen, übernahmen Dechant Hermann-Josef Ludwig und Pfarrer Hans-Dieter Brenner. Doris Seis, Leiterin der Altenhilfeeinrichtungen am Stiftungsklinikum, freute sich über die vielen Gäste und betonte, das Seniorenhaus zum Heiligen Geist werde in seiner derzeitigen Form nicht mehr heutigen Ansprüchen gerecht. Mit Weitsicht und Nachhaltigkeit habe das Kuratorium einen Neubau geplant. In Passivbauweise entsteht ein moderner Bau im Gartengelände der Villa Belgrano, der mit wenig Energie betrieben werden kann.

Eine kleine Kapelle an prominenter Stelle, ein Gemeinschaftsraum als großes Wohnzimmer, ein kleines Café auf Eingangsniveau gehören dazu. Ein Gesundheitsbereich für die Senioren im Erdgeschoss der Einrichtung ist ein zentrales Element des Konzepts. Ein Obstgarten zur Leiergasse mit Innenhof sowie das Gartengelände der Villa können bis zur Rheinfront durch die Senioren genutzt werden.

"Als freudiges Ereignis, um den Baubeginn zu signalisieren, wird der Grundstein, in den man künftig hineinschauen kann, symbolisch gelegt," erklärte Seis feierlich. Eine Glasscheibe wird in der späteren Halle die Inhalte schützen, aber dennoch transparent erscheinen lassen. Ein guter Tropfen aus dem Bopparder Hamm, die Stiftungskette mit der Medaille der Schwestern des Karl Borromäus, die seit 1855 in der Einrichtung wirken, ist auch dabei. Bis zu ihrem Tod hat eine Ordensschwester die Kette getragen. Eine Bronzetafel der Heiligen Familie aus dem Nachlass eines evangelischen Bopparders, eine Siegelnachbildung der Pfarrei St. Severus von 1250 liegt ebenso bei. Um eine Kladde wurden die Utensilien erweitert, die eine Bewohnerin zur Verfügung gestellt hat, die seit vielen Jahren in der Einrichtung gewirkt hat und hier nun lebt. Weiterhin befinden sich hinter Glas ein kleiner Teller, eine Ehrennadel des Stiftungsklinikums Mittelrhein, für alle Mitarbeiter, die im Bereich der Senioreneinrichtung tätig waren sowie eine Edelstahlröhre. Diese ist gefüllt mit der aktuellen Ausgabe der Rhein-Zeitung, der Bewohnerzeitschrift und der Mitarbeiterzeitung Stikum. Alle Utensilien, die später gemeinsam in der Wand eingelassen werden, segneten die Geistlichen.

Architekt Michael Thillmann (Koblenz) erläuterte indessen noch einmal das Bauvorhaben. "Zwei Monate Verzögerung durch die lange Winterphase müssen jetzt aufgeholt werden, um im Zeitplan zu bleiben. Mitte April werden die ersten Fenster montiert. " Im Hotel "Ebertor" diskutierten anschließend Festgäste, Bewohner, Mitarbeiter und Freunde der Senioreneinrichtung über die Baupläne, die alle Gäste aufmerksam studierten.

Suzanne Breitbach


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Jutta Weber 

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