NASTÄTTEN. Modern, hell, freundlich und weitläufig: So sieht er aus, der neue Anbau des Krankenhauses Paulinenstift in Nastätten - und so konnten ihn auch die zahlreichen Besucher am Tag der offenen Tür erleben. Die fast zweijährige Zeit des Provisoriums ist vorbei.
"So etwas musste hier geschehen, unbedingt", sagt ein älteres Ehepaar. Und der neue Anbau kann sich sehen lassen, verbindet er doch moderne Technik mit einer angenehmen Gestaltung. Beispielsweise haben die Patientenräume Nasszellen, die vom Zimmer aus zu begehen sind. Der neue Bau ist auf dem Stand der Technik, so der Standortverantwortliche Kristian Brinkmann. Alle Elektroschalter im Hause sind antibakteriell beschichtet, um Keimübertragungen über die Berührungen zu verhindern. 20 Kilometer Elektrokabel sind verlegt worden, 4,5 Kilometer Kabel für die Rauchmelder und zwölf Kilometer Datenkabel nur im Neubau.
Das zweite Bettengeschoss werde am 16. März in Betrieb genommen, so Brinkmann. Die Restarbeiten sollen in der kommende Woche ausgeführt werden, und Ende April sind die Funktionsgeschosse dran. Danach folgt die Restaurierung des Altbauteils in zwei Abschnitten. Das wird bis zum zweiten Quartal 2011 dauern. Dann soll die Gesamtmaßnahme voraussichtlich fertiggestellt sein. "Ich bin froh und glücklich, dass wir es so weit geschafft haben", sagte Brinkmann.
Bereits am Morgen strömten die Besucher ins Haus. Auch Prominenz war gekommen: Innenminister Karl Peter Bruch, Landrat Günter Kern, die Bürgermeister Dieter Clasen, Raimund Friesenhahn und Harald Gemmer sowie Stadtbürgermeister Emil Werner. MdL Frank Puchtler erkundigte sich eingehend über die Möglichkeiten und Vorzüge des neuen Baues. "Es ist ein langer Weg bis zur endgültigen Fertigstellung gewesen, aber er war erfolgreich", sagte Puchtler.
Und auch die Frauen und Männer des pflegenden Personals äußerten sich zustimmend. Nun habe man mehr Bewegungsfreiheit bei der Arbeit, und die freundliche Atmosphäre fördere gewiss auch die Heilung und Gesundung der Patienten. Dies motiviere das Personal noch mehr. Allerdings werden auch die Arbeitswege länger."Das ist ein Riesenvorteil, wenn man es mit dem bisher Bestehenden vergleicht", fasste eine Besucherin die Eindrücke ihrer Besichtigung zusammen." Karl-Heinz Wolter