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30. Januar 2010  |   

Neue Tiefgarage soll in Boppard entstehen

Warum schreiben das Stiftungsklinikum Mittelrhein und die Stadt Boppard die Bauarbeiten am Krankenhaus gemeinsam aus? Diese Frage erläuterten Bürgermeister Walter Bersch und Stiftungsklinikums-Geschäftsführer Lutz Hecht auf einer Pressekonferenz anhand von Plänen.

BOPPARD. In Boppard kündigt sich die nächste Großbaustelle an. In einer gemeinsamen Pressekonferenz teilten Stadt und Stiftungsklinikum Mittelrhein mit, dass im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung die Realisierung der von der Stadt Boppard geplanten Tiefgarage und die Erweiterung beziehungsweise Sanierung des Krankenhauses noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll.

Das Krankenhaus baut Richtung Heerstraße im Bereich der vorhandenen Treppenanlage an. Über das "Dach" der zu errichtenden Tiefgarage sollen künftig die Krankenhausbesucher und Patienten auf Straßenniveau den neuen Haupteingang erreichen. Somit erklärt sich die Zusammenarbeit der beiden Bauherren. Gut 5 Millionen Euro kostet die Tiefgarage, rund 20 Millionen Euro werden in Etappen in das Krankenhaus investiert.

Mit der Ausschreibung rechnen Geschäftsführer Lutz Hecht und Bürgermeister Walter Bersch mit Beginn des zweiten Halbjahres. Baubeginn soll mit dem Abriss des ehemaligen Central-Cafés gleich nach dem Weinfest sein. Der Gesundheitsstandort Boppard soll durch eine grundlegende Modernisierung gestärkt werden. Immerhin 160 Vollzeit- und 120 Teilzeitkräfte verdienen am Krankenhausstandort Boppard ihr Geld. Ganz zu schweigen von den vielen Patienten im Großraum Boppard, denen eine heimatnahe medizinische Grundversorgung wichtig ist. "Wir bringen das Krankenhaus in ernsthafte Schwierigkeiten, wenn die Tiefgarage nicht in diesem Jahr gebaut wird", warnte der Bopparder Bürgermeister. "Wir decken für die Region auch die Notarztversorgung ab und sind den Menschen verpflichtet, für die Zukunft eine Perspektive zu schaffen", ergänzte Hecht. Aufgrund der starken Verkehrsbeeinträchtigungen durch die große Baustelle im Stadtzentrum mache eine gemeinsame Bauabwicklung Sinn. Das 145 Betten zählende Krankenhaus erfreut sich seit Ende der achtziger Jahre immer neuerer Planungen. 6,5 Tage beträgt die durchschnittliche Verweildauer der stationären Patienten. Der Zustand entspricht nicht mehr dem heutigen Standard, also ist dringendes Handeln gefragt. Der Bauablaufplan für das Krankenhaus sieht drei Jahre vor, eineinhalb Jahre benötigt der Erweiterungsbau, der so hoch werden soll wie das vorhandene Hauptgebäude.

Die Tiefgarage wird auf zwei Etagen gebaut. Tageslicht spielt dabei eine große Rolle sowie die Tatsache, dass die Parktaschen eine Mindestbreite von 2,50 Meter haben sollen. Ein mittig angelegtes Treppenhaus sorgt für kurze Wege. Auch Gehbehinderte sollen künftig bequem in der Tiefgarage parken können. Mit Schreiben vom 11. Januar 2010 bestätigte Lothar Fleck vom Gesundheitsministerium, dass den Projekten Tiefgarage und Krankenhaus nichts mehr im Wege stehe. Nach Fertigstellung der Tiefgarage - voraussichtlich Ende 2011/Anfang 2012 - sollen die Namensschilder an den Parkplätzen im alten Parkhaus im sogenannten "Fuchsbau" verschwinden. Hier sollen die Mitarbeiter mit Hilfe einer einfachen Codierung künftig einen Parkplatz finden können. Besucher und Patienten können dann einen der 99 neu geschaffenen Plätze nutzen.

Suzanne Breitbach


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Jutta Weber 

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