| Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin | |||
Unser Institut Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin ist von seiner Aufgabe her eine zentrale Abteilung mit Sitz am Standort Koblenz. Das Institut ist zuständig für die radiologische und nuklearmedizinische Diagnostik aller Abteilungen des Stiftungsklinikum Mittelrhein sowie bei Bedarf für radiologische Konsiliaruntersuchungen anderer Krankenhäuser. Die Untersuchungspalette umfasst dabei die konventionellen Röntgen-Aufnahmeverfahren, Röntgen-Durchleuchtung, Angiographie (digitale Subtraktionsangiographie, DSA), interventionelle Radiologie, Computertomographie (Spiral-CT) und Magnetresonanztomographie (MRT). Die radiologischen bildgebenden Systeme des Instituts sind mit einem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) verbunden. Das PACS organisiert und transportiert die Untersuchungsdaten im Netzwerk des Stiftungsklinikum Mittelrhein an die zugangsberechtigten Ärzte.
Neu- und Umbau | top | Mit einem Investitionsvolumen von über fünf Millionen Euro ist am Stiftungsklinikum ein hochtechnologisches Kompetenzzentrum für die Neuroradiologie und Kardiologie entstanden. Dafür wurden die zurzeit leistungsstärksten Großgeräte eingekauft: der erste 3Tesla- Kernspintomograph im Umkreis, ein ultraschneller 64-Zeilen-Computertomograph und eine neuartige Angiographieanlage für Gefäßintervention. Damit wird das Stiftungsklinikum auch als Referenzzentrum der Firma Philips ausgewiesen. Ein Kooperationsvertrag mit dem Technologiekonzern sichert den neuesten wissenschaftlichen Standard in Koblenz.
Geschäftsführer Lutz Hecht begründet den Schritt in die Zukunft: "Da es in der Region keine vergleichbare Neuroradiologie gibt, wollen wir diese Angebotslücke schließen. Bisher gibt es in den Krankenhäusern im großen Umkreis noch keinen Fall einer kompletten zeitlichen Orien-tierung auf die neuesten Technologien. Im Stiftungsklinikum soll es Standard werden. Das bereits seit sieben Jahren laufende filmlose Archiv (Röntgenbilder nur noch im Computer) wechselt auf die neueste PACS-Generation. Die Möglichkeiten der Teleradiologie werden dann, vor allem für die Standorte Boppard und Nastätten, noch besser unterstützt." Der Chefarzt der Radiologie, Prof. Dr. Stephan Felber, setzt dafür auf die fachübergreifende Zusammenarbeit der Kliniken innerhalb des Hauses. "Die Radiologie und die Kardiologie haben eine Arbeitsgruppe gegründet, damit die Möglichkeiten der neuen Technologien für das Herz noch besser ausgeschöpft werden. So können wir unseren Patienten auf allen Gebieten die am wenigsten belastende und modernste Diagnostik bieten", erklärt der Radiologe.
Computertomographie | top | Das Stiftungsklinikum in Koblenz hat Hochleistungs-Computertomographen Der 64- Kanal- CT besitzt diagnostische Detailgenauigkeit und ermöglicht höchstpräzise Untersuchungsergebnisse in kürzester Zeit. Im Stiftungsklinikum wird er primär in der Radiologie, Neurologie und auch Kardiologie eingesetzt. In nur etwa 20 Sekunden kann der Philips Brilliance 64 die gesamte Anatomie eines beispielsweise polytraumatisierten Unfallopfers in einem Ganzkörperscan darstellen, der sich aus rund 3.500 einzelnen Schichten zusammenfügt. Lebensrettende Dienste erweist der weltweit zur Zeit leistungsstärkste CT im klinischen Betrieb besonders auch bei der Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Bei kardiologischen Untersuchungen sehen die Ärzte alle Phasen des Herzzyklus; sie erhalten dabei einen tiefen Einblick in die Kranzarterien sowie in Herzklappen, -kammern und -muskeln. Prof. Dr. Felber, Leiter des Zentrums für Radiologie sieht gerade bei Patienten mit Verdacht auf Hirninfarkten entscheidende Vorteile des neuen Computer-Tomographens: "Die parallele Darstellung eines breiten Untersuchungsbereiches gewährleistet bei Kopfuntersuchungen eine ebenso schnelle wie sichere Beurteilung der Hirndurchblutung. Das ermöglicht eine frühzeitigere Behandlung der Patienten und somit auch eine Verbesserung der Prognose." Der Schlaganfall ist in den westlichen Industrieländern nach Herzinfarkt und Tumorerkrankungen die dritthäufigste Todesursache und häufigster Grund für Invalidität. Im Alter zwischen 55 und 64 Jahren erkranken jährlich etwa 300 von 100.000 Menschen neu an einem Hirninfarkt.
Konventionelles
Röntgen / Wir verfügen über drei Bucky-Arbeitsplätze
(einer davon mit Vorrichtung zur konventionellen Tomographie), an welchen
Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Bis Juni 2001 geschah dies auf herkömmliche
Art und Weise, d. h. Belichtung eines Film-Folien-Systems und anschließend
Filmentwicklung mittels Entwicklungsmaschine. Jetzt werden die durch Röntgenstrahlenabsorption
ermittelten Schwächungswerte digital erfasst. Dies ermöglicht ein breites
Spektrum von Nachbearbeitungsoperationen, wie z. B. Fensterung, Kantenverstärkung,
Vergrößerungsaufn. Die so gewonnenen Bildinformationen werden digital
gespeichert und können im gesamten Haus von allen zugangsberechtigten
Ärzten von den an das System angeschlossenen Computern angesehen werden.
Durchleuchtung Am Durchleuchtungsarbeitsplatz werden Myelographien (Darstellung des Rückenmarkkanals), Phlebographien (Darstellung des tiefen Beinvenensystems), Fisteldarstellungen, Gangdarstellungen aller Art, Darm-Kontrastuntersuchungen (Colon-KE, Dünndarm nach Sellink, Magen-Darm-Passagen) durchgeführt. Hierfür wird dem Patienten Kontrastmittel (je nach Fragestellung in den Rückenmarkskanal, in kleine Fistelgänge, intravenös, oral, rektal) unter Durchleuchtungskontrolle verabreicht und während der Röntgen-Untersuchung werden Bilder gefertigt.
Digitale Substraktionsangiographie | top | Mittels der DSA kann man das Blutgefäßsystem darstellen,
bevorzugt die Arterien. Z. B. kann es notwendig sein, die Ursache für
eine Blutung in die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zu finden, um diese
Blutung zu behandeln. Hierfür wird dem Patienten ein Katheter über eine
Gefäßschleuse in der Leiste via Hauptschlagader in den hirnversorgenden
Arterien platziert und über den Katheter Kontrastmittel gespritzt; während
des KM-Flusses werden Röntgenaufnahmen geschaltet.
Koblenzer Patienten profitieren von neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten In dem innovativen Stiftungsklinikum Mittelrhein ist vor kurzem ein hochmodernes volldigitales Röntgensystem mit Flachdetektor für die Angiographie in Betrieb genommen worden. Das Klinikum bietet damit seinen Patienten neue und schonendere Möglichkeiten in der Gefäßdiagnostik und -therapie. Bei Angiographien werden mit Hilfe von Kontrastmittel schnelle Folgen von Röntgenbildern vom Gefäßsystem mit höchster Qualität digital aufgenommen. Gefäßschäden können so schnell erfast werden und falls nötig sofort stabilisiert oder behoben werden. Gefäßerkrankungen sind Deutschlands
Todesursache Nummer 1. Eine erfolgreiche Therapie verlangt eine schnelle
und sichere Diagnose. Jetzt können die Patienten im Raum Koblenz
noch schonender untersucht und behandelt werden - mit dem neuen Angiographie-System
Allura Xper FD20 von Philips Medizin Systeme. Für die Abteilungen
Radiologie und Chirurgie bieten sich dadurch völlig neue Möglichkeiten
zur diagnostischen und therapeutischen Versorgung der Patienten. So lässt
sich das System optimal zur Darstellung und anschließenden Behandlung
von Gefäßveränderungen, wie z.B. von Engstellen (Stenosen)
oder Verschlüssen einsetzen. Dabei bietet es entscheidende Vorteile
für Arzt und Patient: Bestechende Bildqualität Das neue High-Tech Angiographiesystem
ist komplett mit digitaler Technik ausgerüstet. Dr. Felber, Chefarzt
der Radiologischen Klinik erklärt: "Die neueste Gerätegeneration
arbeitet mit hochempflindlichem großformatigen digitalem Flachdetektor.
Dies schafft einen Durchbruch in der Bildqualität. Wir können
nun Details erkennen, die vorher quasi unsichtbar waren." Damit bietet
das System den Spezialisten höchste Sicherheit bei der Diagnose und
vor allem bei den Behandlungen (Interventionen) von Gefäßerkrankungen
- da kleinste Details scharf und kontrastreich abgebildet werden. Schnellere Therapieentscheidung Neben einer aussagekräftigeren Diagnostik
können die Gefäßspezialisten mit den automatischen Vermessung-
und Analysefunktionen neue Wege in der Therapie beschreiten. So erlaubt
das System eine exakte Platzierung von Gefaßstützen (Stents)
auch in teilverschlossenen kleinen Gefäßen. "Insbesondere
für den Notfall-Patienten bedeutet das neue Großgerät
eine zusätzliche Absicherung," stellt Dr.Felber heraus. Reduktion der Strahlenexposition für Patient
und Untersucher Die Behandlung von Erkrankungen durch Aufdehnen oder Stützen der Gefäße kann teilweise längere Durchleuchtungszeiten erfordern. Um die Strahlenbelastung trotzdem so gering wie möglich zu halten, verfügt das neue System in der Klinik über ein umfassendes Dosismanagement. Der Vorteil: scharfe Bilder durch kurze Pulszeiten und geringe Strahlenexposition für Patient und Untersucher, durch konsequente Strahlenfilterung. Durch die Strahlenfilterung werden die niederenergetischen Anteile ("weiche Strahlenanteile") des Röntgenstrahlenspektrums wesentlich reduziert, die den Patienten nicht durchdringen und somit auch nicht zur Erzeugung des Bildes beitragen. Zusätzlich informieren übersichtliche Anzeigen den Anwender ständig über die Dosiswerte, die außerdem im Digitalsystem gespeichert und zur Dokumentation in den Untersuchungsbericht aufgenommen werden können. Geringerer Kontrastmittelverbrauch durch
schnellen Rotationsscan Optimale Behandlungsstrategie mit der 3D-Rekonstruktion
Die 3D-Darstellung ist eine exakte dreidimensionale Abbildung der untersuchten Gefäße und Strukturen. Sie verbessert die Qualität der diagnostischen Information und trägt darüber hinaus wesentlich zur Optimierung der Behandlungsstrategie bei. Die Bilder können beliebig gedreht werden, um z.B. die besten Projektionen für den interventionellen Zugang auszuwählen. Außerdem bietet die 3D-Rekonsruktion genaue Volumenvermessung von einem Aneurysma. Durch diese zusätzlich gewonnenen Informationen können auch komplexe Erkrankungen behandelt und der Behandlungsfortschritt kann im dreidimensionalen Umfeld überwacht werden. Das Ergebnis sind kürzere Behandlungszeiten, geringere Strahlenbelastung und geringerer Kontrastmittelverbrauch. Magnetresonanztomographie
| top | Die MRT wird in unserer Abteilung schon seit 1996 durchgeführt. Das physikalische Prinzip: Der menschliche Körper besteht zu
75 Prozent aus Wasser. Dies macht sich die medizinische Diagnostik mit
dem Verfahren der Magnetresonanz (MR) zu Nutze. Bei der MR-Untersuchung
werden ohne die Verwendung von Röntgenstrahlen Schnittbilder durch
den Körper erzeugt - die Mediziner nennen dies Tomographie (MRT).
Besonders gut eignet sich das Verfahren zur Darstellung der Weichteile
wie Muskeln, Bauchorgane, Herz oder Gehirn.. Bei der MR-Untersuchung werden
ohne die Verwendung von Röntgenstrahlen Schnittbilder durch den Körper
erzeugt - die Mediziner nennen dies Tomographie (MRT). Besonders gut eignet
sich das Verfahren zur Darstellung der Weichteile wie Muskeln, Bauchorgane,
Herz oder Gehirn. Die Untersuchung ist problemlos Je nach zu untersuchendem Organ und Fragestellung
werden eine oder mehrere Untersuchungssequenzen verwendet. In der Regel
dauert eine Untersuchung 10 - 45 Minuten.
Vorteile der Technik
Wichtige Hinweise für Sie als Patient:
Panorama statt Röhre - Offenes MRT im Stiftungsklinikum Mittelrhein Auf dem Gebiet der Radiologie ist das
Stiftungsklinikum Mittelrhein (SKM) mit den modernsten technischen Geräten
ausgerüstet. Damit ist es auch als Referenzzentrum der Firma Philips
ausgewiesen. Jetzt wurde mit einem offenen MRT (Magnet-Resonanz-Tomograph)
das Spektrum nochmals erweitert.
Platzangst und stärkerer Körperbau
sind bei MRT-Untersuchungen im SKM nun keine Hürde mehr. Mit einer
Spannbreite von 160 cm und 360 Grad- Rundumausblick erlaubt das offene
Gerät mehr Untersuchungsmöglichkeiten und schafft Erleichterung
für die Patienten. Herkömmliche Röhrensysteme haben vergleichsweise
eine Tunnelöffnung von 60 bis 70 cm, die bei vielen Menschen Platzangst
auslösen kann und die diagnostischen Möglichkeiten durch eingeschränkte
Bewegungsfreiheit begrenzt. In dem offenen MRT gibt es keine Röhre
mehr. Kinder können sogar ihre Mutter neben sich liegen haben. Bei der MR-Untersuchung erzeugt der Tomograph
um den Körper ein hohes Magnetfeld. Millionen von Wasserstoffatomen
im Körper reagieren darauf wie Einzelmagnete und erzeugen schwache
Signale, die von einem Computer zu einem Bild umgewandelt werden. Ohne
die Verwendung von Röntgenstrahlen werden so Schnittbilder durch
den Körper erzeugt. "Das System besticht durch exzellente Bildqualität
und deckt das gesamte Leistungsspektrum der diagnostischen Möglichkeiten
mit Magnetresonanz ab", bestätigt Prof. Dr. Stephan Felber.
Für den Leiter des Instituts für diagnostische und interventionelle
Radiologie und Nuklearmedizin am SKM eröffnet das Gerät zugleich
neue Perspektiven in der modernen Radiologie: "Wir können den
Patienten bewegen und somit wichtige orthopädische Funktionen erfassen.
Neben Schulter, Knie und Hüfte sehen wir auch die Wirbelsäule
erstmals in unterschiedlichen Funktionsstellungen. Ein weiterer Pluspunkt
ist die wesentlich bessere Zugänglichkeit bei diagnostischen Punktionen
und minimal - invasiven Eingriffen." Für den Patienten vermittelt das rundum offene Panorama-Konzept eine angenehmere Umgebung. Er liegt entspannt und bequem. Durch das einzigartige Lichtkonzept wird der Raum in die Wunschfarbe der Patienten getaucht oder durch wechselnde Farben abwechslungsreich und beruhigend gestaltet. "Das offene System hat besonders auch für Kinder große Vorteile. Sie bleiben viel ruhiger, da sie einen engen Kontakt zu ihren Eltern behalten können", bestätigt Prof. Felber. Das offene MRT der Firma Philips ist das erste dieser Art in Rheinland-Pfalz.
Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
|
Kontakt zum Institut Tel. 0261 - 137 1207
Unser Chefarzt
Antrag auf Kostenübernahme für die Offene Kernspintomographie |