Klinik für Neurochirurgie in Koblenz

34 Betten

Erfahrungen aus über 16.000 Operationen

Stationen
Die Klinik verfügt über 44 Betten, von denen sich 34 auf einer Allgemeinstation und 10 auf einer interdisziplinären Intensivstation befinden. Auf beiden Stationen werden die etwa 1500 Patienten (pro Jahr) der Klinik von engagiertem Pflegepersonal mit langjähriger Erfahrung im neurochirurgischen Fachgebiet betreut.

Die technisch mit neuesten Geräten ausgestattete Intensivstation übernimmt mit hoch qualifiziertem Fachpersonal die postoperative Versorgung von Patienten nach größeren neurochirurgischen Eingriffen sowie die Betreuung akut neurochirurgisch Erkrankter. Das Behandlungsspektrum der hauseigenen Physio-Therapieabteilung mit allen gängigen Rehabilitationsprogrammen ist sehr groß und ergänzt die ärztliche und pflegerische Behandlung hervorragend.

Operatives Equipment
Die Klinik bietet die Behandlung neurochirurgischer Krankheitsbilder auf hohem Standard. So werden in den zur Verfügung stehenden Operationssälen pro Jahr etwa 1250 Operationen durchgeführt, deren Ausführung selbstverständlich mikrochirurgischen Prinzipien folgt. Die gängige operative Therapie wird unter anderem durch zwei hochwertige Operationsmikroskope, durch stereotaktische und neuro-navigierte Operationsverfahren und durch eine Ultraschallbasierte online Bildgebung während laufender Operationen unterstützt.

Neben der Transcraniellen Sonographie und Dopplersonographie, sowie einer Einrichtung zum intraoperativen elektrophysiologischen Monitoring verfügt die Klinik auch über die Möglichkeiten der kontinuierlichen intracraniellen Druckmessung, etwa bei Schädel-Hirnverletzten.

Hirnchirurgische Schwerpunkte
Im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit hat sich im Bereich der Klinik eine besondere Schwerpunktbildung bei der Behandlung von Hirntumoren, die in einer überdurchschnittlich hohen Zahl anfallen, herausgebildet. Neben der operativen Therapie ist die neuroonkologische Betreuung in der Klinik und in Zusammenarbeit mit der onkologischen Tagesklinik des Hauses sowie zweier externer strahlentherapeutischer Einrichtungen gewährleistet. Die Behandlung der Hypophysengeschwulste geschieht in enger Kooperation mit der Endokronologischen Praxis Dr. Keuser. Dies betrifft auch die kleinen Patienten, die in der Kinderklinik des SKH Kemperhof Koblenz betreut werden.

Neben den Hirntumoren bei erwachsenen und kindlichen Patienten sind besonders auch Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirnes zu finden. Dabei hat sich neben der operativen Behandlung rupturierter Aneurysmen durch Clippung auch in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung und einer neuroradiologischen Schwerpunktpraxis das Coiling der Aneurysmen bewährt. Neben den Aneurysmen werden auch alle andere Formen der Gefäßmißbildungen des Gehirnes und des Rückenmarkes, wie z.B. Angiome und Cavernome, diagnostiziert und therapiert. Auch andere intracerebrale Blutungen sowie alle Formen des Hydrocephalus bei Erwachsenen und Kindern werden operativ versorgt. Die Klinik kooperiert mit den lokalen Schlaganfallbehandlungseinrichtungen (Stroke-units) bei der erforderlichen operativen Behandlung von Schlaganfallserkrankungen.

Die Behandlung von Schädelhirnverletzungen und Schwerunfallverletzungen ist ein weiteres Tätigkeitsfeld der Neurochirurgen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den Kliniken für Unfallchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie den anderen operativen Disziplinen des Hauses.

Wirbelsäulenchirurgische Schwerpunkte:
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Behandlung der degenerativen und tumorösen Erkrankungen der Wirbelsäule, der Bandscheiben und des gesamten Rückenmarkes. Hinzu kommen stabilisierende Operationen in allen Abschnitten der Wirbelsäule bei tumorösen, degenerativen, entzündlichen und traumatischen Erkrankungen. Insbesondere in Fragen der Neuroorthopädie besteht in der Klinik hohe Kompetenz, so daß notwendige operative Maßnahmen in der Behandlungskette an der notwendigen Stelle eingefügt werden.

Stichwort Knopflochchirurgie: Mehr als die Behandlung von Bandscheibenvorfällen!
Mit langjährigem Erfolg wird die operative Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Bandscheibenvorfall an allen Wirbelsäulenabschnitten durchgeführt. Während die mikrochirurgische Operation mit monosegmentalem Zugang heute Standard ist, kommt die Knopflochchirurgie neu hinzu. Hier stehen mehrere Behandlungsverfahren zur Auswahl. Die unter lokaler Betäubung durchführbare TED (Transforaminale Endoskopische Discectomie) verursacht geringe Lokalbeschwerden, ermöglicht einen kurzen stationären Aufenthalt und ermöglicht eine sofortige Mobilisierung. Bei geeigneter Indikationsstellung ist die minimal-invasive Operationstechnik beim lumbalen Bandscheibenvorfall möglich. Sie findet zur Zeit bei 15 - 20 Prozemt unserer Patienten Anwendung.

Die Zahl von insgesamt 8.500 OPs an der Wirbelsäule und insgesamt über 16.000 OPs seit 1988 beweist ein großes Vertrauen in die Kompentenz der Neurochirurgie im Stiftungsklinikum Mittelrhein (SKM) Gesundheitszentrum Evang. Stift St. Martin.

Die Entwicklung der Bandscheibenchirurgie in der Bundesrepublik und in Koblenz:
1934 Erste Operation an der Bandscheibe
1950 Anwendung des Verfahrens in Deutschland
1976 Einführung der Mikrochirurgie in Deutschland

Kompetenz der Neurochirurgen im SKM Koblenz:
Seit 1977 Mikrochirurgische Praxis (Uniklinik Freiburg)
Seit 1988 Mikrochirurgie an der Klinik für Neurochirurgie im Evangelischen Stift
1999 Einführung der endoskopisch minimalen Mikrochirurgie (TED)

Nervenchirurgische Schwerpunkte
Die Mitarbeiter der Klinik versorgen in einer größeren Zahl ambulant periphere Engpaßsyndrome, wie Karpaltunnelsyndrome, Sulcus-Ulnaris-Kompressionen und andere Erkrankungen peripherer Nerven. Aber auch Nerventumore und die Nervenverletzungen sowie ihre Folgezustände sind hier anzufügen.

Organisatorische Schwerpunkte
Die Mitarbeiter der Klinik haben mit besonderen Anstrengungen "Klinikstandards" zur Betreuung der neurochirurgischen Patienten erarbeitet. Diese werden unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschrittes kontinuierlich weiterentwickelt. Auch in der technischen Ausstattung wird die Klinik sich an der medizinisch technischen Entwicklung orientieren. So werden die Anschaffungen unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheit und Funktionsüberwachung neurochirurgischer Patienten während und nach operativen Eingriffen geplant werden.

Allen Mitarbeitern aber liegt das Wohl der Ihnen anvertrauten Patienten am Herzen, so daß hier, unter Berücksichtigung der Entstehungsgeschichte des Hauses und der Abteilung, auch in Zukunft ein Schwerpunkt der pflegerischen und ärztlichen Betreuung liegen wird.

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Kontakt zur Klinik

Tel. 0261 - 137 1458
Fax 0261 - 137 1335

Mail-Kontakt

 

Unsere Chefärzte

Dr. Bernd Boehm
Dr. Bernd Böhm

 

Dr. Hans-Hermann Goerge
Dr. Hans-Hermann Görge

 

Dr. Hans-Hermann Goerge
PD Dr. Beate Schoch

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