Die Koloproktologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Dickdarms, Enddarms bzw. Mastdarms und des Analkanals befasst. Die chirurgische (Wissenschaft der Enddarmerkrankungen und des Anus) hat sich inzwischen zu einer Subspezialität der Allgemeinchirurgie entwickelt,
bei der vom behandelnden Arzt eine langjährige intensive Erfahrung auf dem Gebiet erforderlich ist.
Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie kann auf eine über 20-jährige Erfahrung in der Koloproktologie zurückblicken, womit sie inzwischen von den Deutschen Fachgesellschaften (CACP, Gesellschaft für Proktologie, SAVC) zu einem der ersten Kompetenzzentren für chirurgische Koloproktologie in Rheinland Pfalz zertifiziert wurde. Die chirurgische Klinik bietet, gemeinsam mit der hausinternen Radiologie und in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten der Region, das gesamte Spektrum der und Therapie bei Dickdarm- und Enddarmerkrankungen an.
Behandelt werden z.B. die folgenden Krankheitsbilder:
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Hämorrhoiden sind Gefäßpolster, die unter der Schleimhaut des Enddarms angelegt sind und die der Feinkontinenz dienen. Krankheitswert haben diese erst, wenn sie z.B. Juckreiz, Blutungen, anales Nässen oder Stuhlschmieren hervorrufen. Im fortgeschrittenen Stadium werden diese herkömmlich chirurgisch entfernt oder mittels Klammernaht -Technik nach Longo behandelt.
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Perianalthrombosen sind schmerzhafte Schwellungen, die durch ein Blutgerinsel in den oberflächlichen Gefäßen am Analrand verursacht werden. Falls sich die Beschwerden nicht lösen, führt die chirurgische Entfernung des Blutgerinnsels zu einer spontanen Beschwerdefreiheit.
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ist ein schmerzhafter Einriss in der Schleimhaut des Analkanals, die mit heller Blutauflagerung einhergeht und meist durch harten Stuhl verursacht wird. Die chirurgische Therapie ist erst im chronischen Stadium notwendig und wird mittels eines schonenden Eingriffes an der Wunde (Fissurektomie) behandelt.
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Abszesse und Analfistel. Der ist die akute und die Analfistel meist die chronische Form der Entzündungen im Afterbereich, deren Ursprungsort die Entzündungen der Drüsen zwischen den Schichten des Schließmuskels ist. Die Therapie ist hauptsächlich chirurgisch, indem die Abszesse eröffnet werden.
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Sinus Pilonidalis (Steißbeinfistel) ist ein häufiges (in Deutschland: ca. 800.000 Bürger) Krankheitsbild, das insbesondere junge Männer betrifft und mit einer teilweise eiternden Wunde zwischen den Gesäßhälften einhergeht. Zu den häufig genannten Ursachen gehören neben der vermuteten Vererblichkeit, das Einwachsen von Haaren in die Haut. Die Therapie ist chirurgisch, in dem die Wunde ausgeschnitten wird, wobei der Verschluss der Wunde entweder durch eine offene Wundbehandlung erfolgt oder mittels einer plastischen Hautrekonstruktion geschieht.
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Stuhlinkontinenz ist die Unfähigkeit seinen Stuhlabgang oder Winde willkürlich zu halten. Die Ursachen sind vielfältig und die wird je nach Ausprägung und Empfinden des Patienten in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Dementsprechend reicht das Therapiespektrum von der stuhlregulierenden Therapie, der Beckenbodengymnastik und Biofeedback Training bis zur chirurgischen Rekonstruktion des Schließmuskels und der begleitenden psychosomatischen Behandlung.
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Beckenbodeninsuffizienz ist ein Sammelbegriff unterschiedlicher morphologischer und funktioneller Veränderungen am Beckenboden und am Enddarm mit charakteristischen Beschwerden, die in einer Häufigkeit von 30% unserer proktologischen vorkommen. Hauptbeschwerden sind: Stuhlentleerungsstörungen, Schließmuskelschwäche und Schmerzen am Beckenboden. Die Ursachen sind: Rektozele (Ausstülpung des Endarms vor den Schließmuskel); Schleimhaut- und Mastdarmprolaps; Unterleibsenkung; Blasensenkung. Entsprechend bedarf die Erkrankung einer ausführlichen und ein Therapiespektrum, das von der konservativen bis zur chirurgischen und psychosomatischen Methode reicht.