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Leistungsspektrum

  • Kolorektale Chirurgie (Operation am Dick- oder Enddarm)
  • Enddarmchirurgie
  • Onkologische Chirurgie
  • Endokrine Chirurgie (Operation an hormonbildenden Drüsen)
  • Minimal Invasive Chirurgie ("Schlüssellochchirurgie")
  • Ösophaguschirurgie (Operation an der Speiseröhre)
  • Hepato-biliäre Chirurgie (Operation an der Leber oder den Gallenwegen)
  • Pankreaschirurgie (Operation an der Bauspeicheldrüse)
  • Hernienchirurgie (Operation von Weichteilbrüchen, wie z.B. Leistenbruch)
  • Adipositaschirurgie (Operation zur Bekämpfung des krankhaften Übergewichts)
  • Interventionelle Therapie (Diagnose- oder Therapieverfahren, die gezielte Eingriffe (Interventionen) am erkrankten Gewebe vornehmen)

Die Behandlungsverfahren der Klinik lehnen sich streng an die international anerkannten Vorgehensweisen an. Die Qualität allen chirurgischen Handelns wird durch regelmäßige Literaturrecherche und den Besuch von weltweit anerkannten Spezialistenzentren überprüft. Die Behandlungsverfahren der Klinik lehnen sich streng an die international anerkannten Vorgehensweisen an.

Die Behandlungsverfahren im Überblick

Schlüsselloch-Chirurgie

Die stetige Weiterentwicklung minimal invasiver Operationen (MIC = minimal invasive Chirurgie, „Schlüsselloch-Chirurgie", Operationen per Bauchspiegelung) hat in den letzten 15 Jahren die Chirurgie und insbesondere die Bauchchirurgie revolutionär verändert. Als wesentliche Vorteile dieser Operationstechnik gelten die geringeren Schmerzen nach der Operation, die insgesamt schnellere Genesung nach der Operation, die kleinen, kosmetisch günstigen Narben und der kurze stationäre Aufenthalt. Dadurch können Patienten früher als sonst üblich die Krankheits- und Erholungsphase überwinden und auch früher ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Die Klinik für Allgemein- undViszeralchirurgie hat sich als Zentrum für minimal invasive Chirurgie etabliert. Durch besondere Expertise der Chirurgen auf diesem Gebiet wird ein Großteil der Operationen in dieser Technik durchgeführt.

Minimal invasive Operationen:

  • Operationen zur Behandlung des Sodbrennens (Refluxerkrankung)
  • Gallenblasenoperationen
  • Chronische Bauchschmerzen und Verwachsungsbeschwerden
  • Operationen bei Leisten- und Narbenbruch
  • Operation des „Blinddarms"
  • Milzoperationen
  • Magenoperationen
  • Adipositaschirurgie
  • Darmoperation bei gutartigen Darmerkrankungen (Divertikulitis)
Onkologische Chirurgie (Krebschirurgie)

In der Behandlung von bösartigen Tumoren spielt die Chirurgie eine zentrale Rolle. Erkenntnisse aus der modernen molekularbiologischen Forschung und eine rasante technologische Entwicklung beeinflussen die moderne onkologische Chirurgie wesentlich. Durch ganz gezielte Maßnahmen können die chirurgische Behandlung und die damit verbundene Krankheitsphase entscheidend verbessert werden.

Menschen mit frühen Tumorstadien können durch alleinige Chirurgie geheilt werden. Bei Menschen mit fortgeschrittenen Tumoren müssen wiederum kombinierte Therapieansätze mit Strahlen- undChemotherapie durchgeführt werden, um möglichst gute Therapieerfolge im Sinne einer Tumorfreiheit zu erreichen.

Es kommt also auf eine individualisierte Therapie des Tumors an. Für Chirurgen ist eine Tumortherapie immer eine Herausforderung, bei der es letztlich darum geht, mit einer Operation die Voraussetzung für gute Heilerfolge zu schaffen, dabei aber den Menschen, seinen Willen und seine Würde zu respektieren. Dabei verstehen sich die Chirurgen an unserer Klinik als Teil eines interdisziplinären Experten-Teams (Tumorboard) mit dem die Gesamttherapie aufeinander abgestimmt wird.

Bei den Tumoroperationen des Magen-Darmtraktes, der Leber, der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und der Schild- und Nebenschilddrüse hat das Chirurgen-Team unserer Klinik besondere Erfahrungen.

Endokrine Chirurgie

Operationen an hormonbildenden Drüsen werden als „endokrine Chirurgie" zusammengefasst. Endokrine Drüsen sind die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen, die Nebennieren und die Bauchspeicheldrüse. Bei Operationen wegen Fehlfunktion oder bei Tumoren können Drüsen teilweise oder vollständig entfernt werden.

Sehr häufig sind Eingriffe an der Schilddrüse. Besonders Überfunktionen oder gutartige Knotenbildungen werden durch Operation behoben. Ebenso müssen die Nebenschilddrüsen bei einer Überfunktion entfernt werden, wobei meistens nur eines der Nebenschilddrüsenkörperchen für eine Überfunktion verantwortlich ist. Bei beiden Operationen ist wegen der wichtigen Stimmbandnerven in der Nähe eine besonders subtile Operationstechnik erforderlich. Die Nerven werden unter Lupenbrille aufgesucht und mit einer Stimulationssonde identifiziert (Neuromonitoring).

Seltener sind endokrine Tumore an anderen Organen wie z. B. der Nebennieren oder der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Sie erfordern dann intensivere Planung und Vorbereitung, da es sich um größere Eingriffe handelt. Auch in der endokrinen Chirurgie verfolgt unsere Klinik die Prinzipien der minimal invasiven Chirurgie.

Kolorektale Chirurgie

Die Koloproktologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Dickdarms, Enddarms bzw. Mastdarms und des Analkanals befasst. Die chirurgischeProktologie (Wissenschaft der Enddarmerkrankungen und des Anus) hat sich inzwischen zu einer Subspezialität der Allgemeinchirurgie entwickelt,
bei der vom behandelnden Arzt eine langjährige intensive Erfahrung auf dem Gebiet erforderlich ist.

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie kann auf eine über 20-jährige Erfahrung in der Koloproktologie zurückblicken, womit sie inzwischen von den Deutschen Fachgesellschaften (CACP, Gesellschaft für Proktologie, SAVC) zu einem der ersten Kompetenzzentren für chirurgische Koloproktologie in Rheinland Pfalz zertifiziert wurde. Die chirurgische Klinik bietet, gemeinsam mit der hausinternen Radiologie und in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten der Region, das gesamte Spektrum derDiagnostik und Therapie bei Dickdarm- und Enddarmerkrankungen an.


Behandelt werden z.B. die folgenden Krankheitsbilder:

  • Hämorrhoiden sind Gefäßpolster, die unter der Schleimhaut des Enddarms angelegt sind und die der Feinkontinenz dienen. Krankheitswert haben diese erst, wenn sie z.B. Juckreiz, Blutungen, anales Nässen oder Stuhlschmieren hervorrufen. Im fortgeschrittenen Stadium werden diese herkömmlich chirurgisch entfernt oder mittels Klammernaht -Technik nach Longo behandelt.
  • Perianalthrombosen sind schmerzhafte Schwellungen, die durch ein Blutgerinsel in den oberflächlichen Gefäßen am Analrand verursacht werden. Falls sich die Beschwerden nicht lösen, führt die chirurgische Entfernung des Blutgerinnsels zu einer spontanen Beschwerdefreiheit.
  • Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss in der Schleimhaut des Analkanals, die mit heller Blutauflagerung einhergeht und meist durch harten Stuhl verursacht wird. Die chirurgische Therapie ist erst im chronischen Stadium notwendig und wird mittels eines schonenden Eingriffes an der Wunde (Fissurektomie) behandelt.
  • Abszesse und Analfistel. DerAbszess ist die akute und die Analfistel meist die chronische Form der Entzündungen im Afterbereich, deren Ursprungsort die Entzündungen der Drüsen zwischen den Schichten des Schließmuskels ist. Die Therapie ist hauptsächlich chirurgisch, indem die Abszesse eröffnet werden.
  • Sinus Pilonidalis (Steißbeinfistel) ist ein häufiges (in Deutschland: ca. 800.000 Bürger) Krankheitsbild, das insbesondere junge Männer betrifft und mit einer teilweise eiternden Wunde zwischen den Gesäßhälften einhergeht. Zu den häufig genannten Ursachen gehören neben der vermuteten Vererblichkeit, das Einwachsen von Haaren in die Haut. Die Therapie ist chirurgisch, in dem die Wunde ausgeschnitten wird, wobei der Verschluss der Wunde entweder durch eine offene Wundbehandlung erfolgt oder mittels einer plastischen Hautrekonstruktion geschieht.
  • Stuhlinkontinenz ist die Unfähigkeit seinen Stuhlabgang oder Winde willkürlich zu halten. Die Ursachen sind vielfältig und dieInkontinenz wird je nach Ausprägung und Empfinden des Patienten in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Dementsprechend reicht das Therapiespektrum von der stuhlregulierenden Therapie, der Beckenbodengymnastik und Biofeedback Training bis zur chirurgischen Rekonstruktion des Schließmuskels und der begleitenden psychosomatischen Behandlung.
  • Beckenbodeninsuffizienz ist ein Sammelbegriff unterschiedlicher morphologischer und funktioneller Veränderungen am Beckenboden und am Enddarm mit charakteristischen Beschwerden, die in einer Häufigkeit von 30% unserer proktologischenAmbulanz vorkommen. Hauptbeschwerden sind: Stuhlentleerungsstörungen, Schließmuskelschwäche und Schmerzen am Beckenboden. Die Ursachen sind: Rektozele (Ausstülpung des Endarms vor den Schließmuskel); Schleimhaut- und Mastdarmprolaps; Unterleibsenkung; Blasensenkung. Entsprechend bedarf die Erkrankung einer ausführlichenDiagnostik und ein Therapiespektrum, das von der konservativen bis zur chirurgischen und psychosomatischen Methode reicht.

Behandlungsqualität

Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie

Im deutschen Gesundheitssystem werden zur Verbesserung der Behandlungsqualität aufwendige Prüf- und Zertifizierungsverfahren entwickelt. Besonders qualifizierte Klinikabteilungen können dadurch auch als Kompetenzzentren ausgezeichnet werden. Die Klinik für Allgemein- undViszeralchirurgie wurde kürzlich von renommierten Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie; Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie und der Chirurgischen Arbeitsgemein-schaft Koloproktologie) als Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie zertifiziert.

Letzte Änderung dieser Seite: 27.11.2012

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Stiftungsklinikum Mittelrhein GmbH
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Johannes-Müller-Straße 7
56068 Koblenz


Telefon 0261 137-1491 oder -1492

Telefax 0261 137-1882


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Klinikdirektor | Chefarzt
Prof. Dr. med. Samir Said 

Prof. Dr. med. Samir Said

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