Der Skandal um minderwertige Silikon- Implantate eines französischen Herstellers lässt auch im Sekretariat der Plastisch- Ästhetischen Chirurgie am Stiftungsklinikum Mittelrhein (SKM) die Telefone klingeln. Viele Patientinnen, die in den letzten Jahren eine Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten durchführen ließen, sind besorgt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät inzwischen zur Entfernung aller PIP- Implantate, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
„In unserer Klinik wurden keine PIP- Implantate zum Brustaufbau verwendet", so Chefarzt Dr. Albers. „Wir bieten aber eine kostenlose Beratung für Patientinnen mit PIP- Implantaten an." Dr. Wiltrud Meyer aus der Klinik für Plastische, Hand-, Ästhetische und Verbrennungschirurgie SKM ergänzt: „Es gibt heute auch die Möglichkeit, eine ästhetische Brustvergrößerung mit körpereigenem Fettgewebe anzubieten". Bei diesem sogenannten Lipotransfer wird körpereigenes Fettgewebe durch eine schonende Liposuktion abgesaugt und zum Brustaufbau wieder implantiert. Willkommener Nebeneffekt: Störende Fettpölsterchen an Bauch oder Hüften werden bei der Eigenfett-Transplantation gleich mitbeseitigt.
Das Brustvolumen kann mit dieser innovativen Technik sehr schonend durch körpereigenes Gewebe aufgebaut werden. Die Eigenfett-Transplantation eignet sich besonders für Patientinnen, die keine künstlichen Implantate zur Brustvergrößerung tragen möchten. Auch nach Entfernen von Silikon-Implantaten kann das fehlende Brustvolumen so durch körpereignes Gewebe ersetzt werden. Betroffene Patientinnen können im Sekretariat der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Stiftungsklinikum Mittelrhein Koblenz, Tel. 0261 137-1459 einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren.